Langeland zwischen Küste, Natur und Geschichte

Langeland zwischen Küste, Natur und Geschichte

Langeland verbindet 152 Kilometer Strände mit einer Landschaft, deren Natur und Kultur über 10.000 Jahre geprägt wurden. Die besonderen Hutberge der Insel entstanden während der letzten Eiszeit. Zugleich gilt Langeland als eines der vogelreichsten Gebiete Dänemarks, besonders an der Südspitze. Damit bietet die Insel unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Reise: Küstenlandschaften, Wanderungen, Naturbeobachtung und eine ungewöhnlich dichte Kulturgeschichte.

Wälder, Vogelgebiete und besondere Landschaften

In Vestre Stigtehave führt eine markierte Wanderroute über 3,5 Kilometer durch ein Gebiet, dessen Küstenwaldrand seit 1994 den Status eines unberührten Waldes trägt. Die Waldwege mit markierten Wanderwegen eignen sich für die Fortbewegung mit dem Rollstuhl. Eine weitere markierte Route im Mørkholm Skov ist 2,7 Kilometer lang. Im Skovhaven beim Hollænderhus wachsen 47 verschiedene Baumarten, die in dänischen Wäldern vorkommen. Bei Lohals liegt außerdem Vestrevænge, der als Dänemarks ältester Hundewald gilt.

Die Wälder Nordlangelands sind die ältesten und größten zusammenhängenden Laubwälder von Naturstyrelsen Fyn; Buchen und Eichen prägen ihren Bestand. An der Nordspitze liegt das Naturschutzgebiet Hov Østerstrand mit etwas mehr als 2 Hektar Weideland, Heide und Strand. Es wurde 1973 unter Schutz gestellt. Gulstav Mose ist ein artenreiches Vogelgebiet. Der Hauptbereich ist mit Elektro-Rollstühlen, manuellen Rollstühlen und Rollatoren zugänglich, während sich der Vogelzug vom dortigen Vogelturm aus beobachten lässt. Die wilden Pferde Langelands sind Exmoor-Ponys. Sie bewegen sich das ganze Jahr über auf eingezäunten Flächen und können aus der Distanz sowie nach den Bedingungen der Tiere beobachtet werden.

Wandern zwischen Küste und Vorgeschichte

Auf Langeland gibt es 29 vorgeschlagene Wanderrouten mit Längen von 1 bis 139 Kilometern. Die meisten sind mit Piktogrammen an Pfosten oder Schildern markiert. Eine 139 Kilometer lange Küstenwanderung rund um die Insel gehört zu den längeren Möglichkeiten. Im Norden führt ein etwa 29 Kilometer langer Abschnitt des Øhavsstien von Lohals über Tranekær bis zum Stengade Strand. Südlich von Tranekær verläuft eine Route an mehreren vorgeschichtlichen Denkmälern vorbei, darunter Langhügel und steinzeitliche Dolmen. Von einem Parkplatz am Strand führt außerdem ein Spaziergang durch Tryggelev Nor zu drei bronzezeitlichen Grabhügeln.

Kulturgeschichte und lebendige Ausstellungen

Das Langelands Museum zeigt gut erhaltene Gegenstände aus Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit sowie Funde aus der Renaissance-Fischersiedlung Sandhagen. Im Hollænderhus informiert eine Ausstellung über die Wälder Nordlangelands; dort trägt der Djævlestenen mehr als 100 sogenannte Schälchenzeichen, eine der ältesten Formen von menschengemachter Verzierung in Dänemark. Im Konabbe Skov befindet sich Langelands einzige Schiffssetzung, ein vorgeschichtliches Denkmal aus aufrecht stehenden Steinen in Form eines Schiffsumrisses.

Das Langelandsfort wurde 1952–1953 als Teil der dänischen Verteidigung des Seewegs durch den Großen Belt im Kalten Krieg errichtet. Zum Fort gehören ein maritimer Beobachtungsposten und Radaranlagen. Das Koldkrigsmuseum Langelandsfort umfasst Bunker, Kanonen und interaktive Ausstellungen und ist in der UNESCO Global Geoparkregion Das Südfünische Inselmeer als Denkmal mit besonderem Kulturerbewert ausgewiesen. In Tranekær bietet das Schloss Innenbesichtigungen an, bei denen die Geschichte von Tranekær und der Familie Ahlefeldt über viele Generationen erzählt wird.

Im TICKON in Tranekær wird Land Art von dänischen und internationalen Künstlern aus Naturmaterialien gezeigt. Die Werke verändern sich im Laufe der Jahreszeiten; die Installationen sind so gestaltet, dass sie allmählich verfallen und wieder zu Erde und Steinen werden. Die Medicinhaverne in Tranekær verfügen über mehr als 800 verschiedene Heilpflanzen und damit über die größte Sammlung von Heilpflanzen in Nordeuropa.

Unterwegs auf der Insel

Die Kultur- und Naturroute auf Langeland verbindet zwölf Kunsttürme mit Skovsgaard Gods, den Medicinhaverne, Dovns Klint und den wilden Pferden. Das Radwegenetz führt durch landschaftlich reizvolle Gebiete und charmante Dörfer sowie vorbei an Handelsstädten, Hofläden, Gaststätten, Übernachtungsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten. Auf dem frei zugänglichen Außengelände der Naturdestination Skovsgaard verlaufen Natur-, Schotter- und Feldwege, die teilweise uneben sein können. Das Café Skovsgaard serviert in ruhiger Lage bei Skovsgaard und der Natur ein ökologisches Mittagessen, hausgemachtes Gebäck und Kaffee.

Für die Anreise verbindet die Langelandslinjen Spodsbjerg auf Langeland mit Tårs auf Lolland; die Überfahrt dauert 45 Minuten. Bei der Suche nach einem passenden Ausgangspunkt können Sie die Orte auf Langeland nach gewünschtem Landschafts- und Erlebnisumfeld weiter ansehen: [Klavsebølle](Klavsebølle), [Fuglsbølle](Fuglsbølle), [Bagenkop](Bagenkop), [Botofte](Botofte), [Bøstrup](Bøstrup), [Dageløkke](Dageløkke), [Emmerbølle](Emmerbølle), [Ennebølle](Ennebølle), [Fodslette](Fodslette), [Helsned](Helsned), [Hesselbjerg](Hesselbjerg), [Hov](Hov), [Humble](Humble), [Illebølle](Illebølle), [Kragholm](Kragholm), [Lejbølle](Lejbølle), [Lindelse](Lindelse), [Lohals](Lohals), [Løkkeby](Løkkeby), [Magleby](Magleby), [Nordenbro](Nordenbro), [Nordstrand](Nordstrand), [Ristinge](Ristinge), [Snoede](Snoede), [Spodsbjerg](Spodsbjerg), [Stoense](Stoense), [Søndenbro](Søndenbro), [Østerhuse](Østerhuse), [Sædballe](Sædballe), [Sønder Longelse](Sønder Longelse), [Ore](Ore), [Hennetved](Hennetved), [Tryggelev](Tryggelev), [Tranekær](Tranekær) und [Rudkøbing](Rudkøbing).

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