Tibirke: Wege, Landschaft und Geschichte entdecken

In Tibirke begegnen Ihnen Sandverwehungen als Landschaftsgeschichte, ein etwa 3 km langer Abschnitt der Oldtidsvejen und Spuren einer rund 4.800 Jahre alten Pfahlbrücke. Diese Verbindung aus Natur, Kultur und Bewegung macht den Ort interessant, wenn Sie auf Ihrer Reise unterschiedliche Eindrücke miteinander verbinden möchten.

Eine Landschaft mit ungewöhnlicher Geschichte

Der Sand verschluckte einst die Dörfer Torup und Tibirke. Aus der ursprünglichen flachen Landschaft mit Strandwiesen wurde eine Wüste mit großen und kleinen Sandhügeln. Am Rand von Tibirke steht an einem markanten Hang das Sandflugtsmonumentet. Es wurde 1738 zum Gedenken an die Bekämpfung der Sandverwehungen errichtet und gibt der Landschaft einen sichtbaren historischen Bezug.

An Tibirke grenzt Tisvilde Hegn. Fast das gesamte Gebiet ist als Habitatgebiet ausgewiesen, ein Teil davon auch als Vogelschutzgebiet. Die beiden Schutzbezeichnungen gelten dabei nicht für exakt dieselbe Fläche: Fast das gesamte Tisvilde Hegn ist Habitatgebiet, als Vogelschutzgebiet ist nur ein Teil ausgewiesen. Damit gehören neben der Geschichte der Sandverwehungen auch ausgewiesene Naturbereiche zum Bild der Umgebung.

Wandern zwischen Oldtidsvejen und Tibirke Bakker

Die Wanderung auf der Oldtidsvejen ist insgesamt etwa 3 km lang und führt durch leicht hügeliges, weiches Gelände. Der Parkplatz für diese Wanderung befindet sich an der Tibirke Kirke. Der größte Abschnitt der Oldtidsvejen ist ein 3 Meter breiter Fahrweg mit Randsteinen und einer Pflasterung aus Feldsteinen. Die etwa 3 km beziehen sich auf die gesamte Wanderung; der 3 Meter breite Fahrweg ist darin der größte Abschnitt und beschreibt daher nicht die komplette Strecke. Die historische Weggestaltung wird dadurch zu einem eigenen Bestandteil des Erlebnisses, statt nur als Verbindung zwischen anderen Punkten zu dienen.

Ein weiterer markanter Punkt ist Udsigten. Mit 57 Metern über dem Meeresspiegel ist er der höchste Punkt der Tibirke Bakker und bietet Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Wenn Sie zusätzlich Naturbeobachtung einplanen möchten, führt ein Weg von Tibirke zur Holløse Bredning. Dort hat die Naturstyrelsen in einem alten Pumpenhaus ein Vogelbeobachtungshaus eingerichtet, von dem aus man die Vogelwelt beobachten kann.

Kirche und archäologische Spuren

Auch die Tibirke Kirke gehört zur historischen Seite des Ortes. Sie wurde wahrscheinlich um 1120–1130 als kleine romanische Feldsteinkirche erbaut. In Ellemosen am Fuß der Tibirke Bakker wurde in den 1940er-Jahren eine etwa 150 Meter lange, rund 4.800 Jahre alte Pfahlbrücke gefunden. Die etwa 150 Meter bezeichnen die Länge der gefundenen Brücke, während rund 4.800 Jahre ihr ungefähres Alter angeben. Heute kann man über Ellemosen hinausgehen und die Stelle sehen, an der sich die alte Brücke befand. So stehen in Tibirke mittelalterliche Baugeschichte und sehr viel ältere Spuren menschlicher Wege nebeneinander.

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