Dragør entdecken

Dragør zwischen Hafen, Altstadt und Küste

Dragør verbindet maritime Geschichte, einen ungewöhnlich gut erhaltenen Ortskern und abwechslungsreiche Wege am Wasser. Ein prägnanter Ausgangspunkt für aktive Entdeckungen ist die etwa 27 Kilometer lange Wanderroute Amarminoen. Sie verläuft von DR Byen im Norden über Sydvestpynten im Süden bis zum Dragør Fort im Osten. Wer unterschiedliche Facetten des Ortes kennenlernen möchte, findet damit ebenso einen landschaftlichen Bezugspunkt wie mit dem Hafen, der Altstadt und der Küste.

Maritimes Erbe rund um den Hafen

Das Dragør Museum befindet sich mitten im Hafen, im alten Rathaus und in einem ehemaligen Lagerhaus. Seine Sammlung erzählt mit Schiffsmodellen, Navigationsausrüstung, Gemälden und Innenräumen von der Geschichte Dragørs durch die Zeiten. Im Lodsmuseet ist eine alte Lotsenstation so erhalten, wie sie 1984 aussah. Das Museum zeigt außerdem originale Seekarten, Bücher, Logbücher und Werkzeuge aus der maritimen Arbeit.

Nahe dem Lotsenturm liegt der Museumskutter Elisabeth K571 am Kai des alten Hafens. Er gehört zu den wenigen bekannten erhaltenen Schiffen Dänemarks, die im Oktober 1943 Flüchtlinge aus dem besetzten Dänemark in das neutrale Schweden transportierten. Auch der Hafen selbst ist historisch besonders vielseitig: Der Hafen von Dragør ist seit dem Mittelalter ein Knotenpunkt zahlreicher maritimer Aktivitäten, darunter Heringsfischerei, Warenausfuhr, Kaperfahrt, Lotsenwesen und die Bergung auf Grund gelaufener Schiffe. Auf der Stejlepladsen südlich des Lotsenturms hängten die Fischer ihre Netze zum Trocknen und Reparieren an hölzernen Pfählen auf.

Das Havnepakhuset wurde 1845 für das Lotsenwesen von Dragør errichtet, das einen Lagerort für seine Ausrüstung benötigte. Heute befindet sich darin das Dragør Besøgscenter. Eine weitere maritime Perspektive bietet WeSail: Dort können Besucher kleine Motorboote auf dem Öresund selbst steuern und für einen Tag Kapitän sein.

Altstadt, Baugeschichte und besondere Details

Der Ortskern von Dragør gehört mit seinen engen Gassen und niedrigen Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu den am besten erhaltenen Städten Dänemarks. Die Altstadt umfasst 76 denkmalgeschützte Anwesen. Zu ihren auffälligen Details zählen die sogenannten Kikkenborge: kleine, oft mit einem Fenster versehene Dachaufbauten, die dazu dienten, Schiffe auf dem Meer zu beobachten. Die Dragør Kirke wurde am 26. April 1885 geweiht.

Südlich von Dragør entstand das Dragør Fort von 1910 bis 1915 auf einer künstlichen Insel als Teil der Küstenbefestigung von Kopenhagen. Heute ist das Fort Privatgelände mit eingeschränktem Zugang für die Öffentlichkeit. Die Route Amarminoen führt zwar bis zum Dragør Fort, daraus folgt jedoch kein allgemeiner Zugang zum Gelände.

Spaziergänge, Vogelwelt und Erlebnisse am Wasser

Sydstranden erstreckt sich südlich des Hafens über 5 Kilometer bis nach Søvang und umfasst zahlreiche Wege für Spaziergänger und Radfahrer. Die Strandengene bieten eine artenreiche Vogelwelt mit Graureihern, Graugänsen, Kiebitzen, Blässhühnern und Weißwangengänsen. So lassen sich in Dragør historische Entdeckungen und Naturbeobachtungen als unterschiedliche Schwerpunkte miteinander verbinden.

Unmittelbar südlich des Hafens liegt das Dragør Søbad. Es ist in einen Männer-, einen Frauen- und einen Gemeinschaftsbereich unterteilt. Wer ein kreatives Erlebnis sucht, kann bei Glaspusteriet Glasseriet beobachten, wie geschmolzenes Glas in einzigartige Kunstwerke verwandelt wird. Die dort organisierten Mitmach-Erlebnisse ermöglichen es Besuchern, mit geschmolzenem Glas zu arbeiten und einen farbigen Glasball, ein Trinkglas oder eine kleine Schale zu blasen.

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