Gudme – Eisenzeit, Kirche und Wege am Wasser
Unterkünfte in Gudme
Gudme verbindet Landschaft, Archäologie und mittelalterliche Kirchenkunst auf ungewöhnlich engem thematischem Raum. Sie können hier einen See und verschiedene Wege entdecken, zugleich aber auch nachvollziehen, welche Bedeutung Gudme in der dänischen Eisenzeit besaß. Für eine Reise mit unterschiedlichen Interessen bietet der Ort damit sowohl Naturerlebnisse als auch konkrete Einblicke in die Geschichte Fünens.
See und Wege für unterschiedliche Tagespläne
Der See Gudme Sø hat eine Wasserfläche von etwas mehr als neun Hektar. Eine kurze, klar benannte Möglichkeit, die Landschaft zu Fuß zu erleben, ist Gudme Sø Rundt. Sie ist 1,6 Kilometer lang. Die Eventyrstien führt rund um den See bei Broholm.
Wer eine längere Strecke oder einen anderen Bewegungsrhythmus sucht, findet im weiteren Gebiet Gudbjerg-Gudme-Hesselager mehrere ausgeschilderte Verbindungen. Der Øhavsstien verläuft am Tange Å entlang von Broholm bis Lundeborg. Außerdem führt die Radtour „Den gyldne undergrund“ durch das Gebiet Gudme-Lundeborg. Bei Gudme können Sie dabei die Konturen von Gudmekongens Hal erleben.
Archäologie aus der Zeit vor der Wikingerzeit
Gudme war vom 3. bis zum 7. Jahrhundert n. Chr. eine der größten und reichsten eisenzeitlichen Siedlungen Dänemarks. Die Siedlung umfasste einen Häuptlingshof, der von etwa 50 kleineren Höfen umgeben war. Während der Eisenzeit war Gudme außerdem ein religiöses und wirtschaftliches Zentrum mit weitreichenden europäischen Kontakten. Diese Einordnung macht den Ort besonders interessant, wenn Sie nicht nur einzelne Funde ansehen, sondern die Größe und Bedeutung einer historischen Siedlung verstehen möchten.
Ausgrabungen legten Pfostenlöcher der Gudmehallen frei. Sie gehört zu den größten Hallenbauten Dänemarks aus der Zeit vor der Wikingerzeit. In der Oldsagssamlingen auf Broholm befinden sich etwa 70.000 Flint- und andere Steinzeitfunde aus der Umgebung von Broholm. In der Sammlung können Sie Tausende von Flintwerkzeugen aus nächster Nähe betrachten. Zu 10 ausgewählten Gegenständen lassen sich außerdem Geschichten aus der dänischen Vorzeit hören. So reicht das Spektrum von den Spuren einer bedeutenden Eisenzeitsiedlung bis zur anschaulichen Betrachtung einzelner Werkzeuge und ihrer Geschichte.
Gudme Kirke und ihre mittelalterlichen Bilder
Auch die Gudme Kirke erzählt von einer langen Ortsgeschichte. Sie gilt als eine der ältesten Kirchen auf Fünen und war in katholischer Zeit dem heiligen Laurentius geweiht. Die Gewölbe wurden 1488 mit gemalten Ornamenten und Figuren geschmückt. Ein großes Fresko an der Westwand zeigt den heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen.
Vom ursprünglichen romanischen Bau ist nur das große Kirchenschiff erhalten. Es wurde aus unbearbeiteten Feldsteinen errichtet. Gerade der Gegensatz zwischen dem schlichten erhaltenen Baukörper und den farbigen mittelalterlichen Darstellungen macht die Kirche zu einem eigenständigen kulturellen Schwerpunkt neben den archäologischen Funden.
Gudme als Ausgangspunkt für weitere Entdeckungen
Im Gebiet Gudbjerg-Gudme-Hesselager verkehren Lokal- und Rufbusse nach Oure, Hesselager, Vejstrup, Lundeborg, Gudbjerg und Brændeskov. Regionalbusse fahren nach Svendborg, Ørbæk, Odense und Nyborg. Für den Vergleich weiterer Orte können Sie außerdem Gudbjerg, Stenstrup, Åbyskov, Skårupøre, Lundeborg, Thurø By, Bjerreby und Oure in Ihre Recherche einbeziehen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Svendborg Kommune.