Kerteminde entdecken: Fjord, Küste und Kulturerlebnisse

Kerteminde zwischen Fjord, Küste und lebendiger Geschichte

Kerteminde verbindet maritime Landschaften mit ungewöhnlich vielen anschaulichen Einblicken in Geschichte und Kultur. Die natürliche Hafenlage der Altstadt wird seit 600 bis 700 Jahren genutzt. Dazu kommen der Kertinge Nor beziehungsweise Kerteminde Fjord, der Kerteminde Nordstrand und eine Auswahl an Museen, historischen Orten und Wegen. Für Familien bietet sich damit eine Mischung aus Strandtag, Tierbeobachtung, kurzen Spaziergängen und kulturellen Entdeckungen an.

Wasser, Strand und Tierbeobachtungen

Der Kertinge Nor beziehungsweise Kerteminde Fjord umfasst 8,5 km² und erstreckt sich von Kerteminde bis zu seinem inneren Ende über knapp 10 km. Dort können Sie Radtouren oder Kajaktouren unternehmen. Im Gewässer kommen verschiedene Fischarten und Wirbellose vor, darunter Stichlinge, Aale, Sandaale, Heringe, Garnelen, Muscheln und Strandkrabben.

Am Hafen von Kerteminde ermöglicht Fjord&Bælt Begegnungen aus nächster Nähe mit Schweinswalen und Kegelrobben. Besucher können täglich um 11.00, 13.00 und etwa 15.00 Uhr die Trainings von Seehunden und Schweinswalen beobachten und anschließend Fragen an die Guides stellen. Das Becken der Seehunde und Schweinswale liegt in natürlicher Verlängerung des Kerteminde Fjords.

Für einen klassischen Strandtag steht der Kerteminde Nordstrand. Er besitzt den Status der Blauen Flagge und ist sandig, flach abfallend und kinderfreundlich. Badesteg, Kiosk, Minigolf, Beachvolleyball- und Handballplätze sowie Toiletten gehören zum dokumentierten Angebot des Strandes.

Wanderwege und Radrouten für unterschiedliche Tagespläne

Wer die Landschaft zu Fuß erkunden möchte, findet im Gebiet Lundsgaard Skove durch Holmeskov, Tværbæk Lund und Storskov insgesamt 10 km Wege. Die Waldfläche beträgt zusammen 2,5 km². In Sybergland gibt es öffentlichen Zugang, gute Wege, einen Feuer- und Shelterplatz, Süßwasserwiesen und einen neu angelegten See.

Der Munkebostien ist ein 20 km langer, zusammenhängender Wanderweg. Er umgibt Munkebo vom Odense-Fjord im Norden bis zum Kertinge Nor im Süden. Kürzer ist die Blaue Kløversti in Kerteminde: Die 4,6 km lange Route führt durch das Hafen- und Stadtgebiet. Die Digterrute für Agnes Henningsen beginnt und endet am Kulturhus Anexet und am Café Frits und verläuft durch einen Park, Wald, Felder und Küstenlandschaft.

Für eine längere Radtour ist Hindsholm Rundt etwa 60 km lang. Die leicht hügelige Route führt an Herrenhäusern, Grabhügeln und Naturgebieten vorbei. Einen besonderen Überblick bietet der Aussichtsturm auf dem Munkebo Bakke: Er liegt 58 m über dem Meeresspiegel und eröffnet Ausblicke auf den Odense-Fjord, das Kertinge Nor und den Storebælt.

Wikingerzeit, Museen und lokale Geschichte

Das Vikingemuseet Ladby zeigt Dänemarks einziges authentisches Wikingerschiffsgrab aus dem Jahr 925. In dem Grab wurde der Ladbykönig in seinem Kriegsschiff bestattet. Das Museum bietet ganzjährig Vorträge über die Wikingerzeit, Führungen zum Ladbykönig und zur Wikingerzeit sowie Wikingeraktivitäten für Kinder und Erwachsene.

Im Johannes Larsen Museet gehören das Künstlerheim von Johannes und Alhed Larsen sowie Werke von Johannes Larsen, Fritz Syberg, John Olsen und Christine Swane zur Sammlung. Das Haus vermittelt die Atmosphäre des frühen 20. Jahrhunderts und die Bedeutung des Künstlerpaares für die dänische Kunst und Kultur. Farvergården zeigt auf drei Etagen Ausstellungen über das Leben von Handwerkern und Fischern in Kerteminde.

Weitere historische Stationen setzen andere Schwerpunkte: Toldboden in der Strandgade 3 zählt zu den ältesten Gebäuden der Stadt und wurde 1590 vom Odenseer Kaufmann Niels Bager errichtet. Heute dient das Gebäude der Kerteminde Kunstforening als Ausstellungsort und wird auch von Østfyns Museer für Ausstellungen genutzt. Die Kerteminde Kirke, auch Skt. Laurentii Kirke genannt, wurde im 17. Jahrhundert umfassend verändert; sie besitzt eine Grabkapelle der Familie Iuel und bewahrt Gegenstände aus der Zeit der Schwedenkriege.

In Munkebo Bakke wurde eine Siedlung aus der Zeit etwa von 550 bis 950 n. Chr. nachgewiesen, ein Machtzentrum aus der jüngeren Eisenzeit und der Wikingerzeit. Der Koldkrigsbunker Kerteminde ist eine vollständig originale und funktionsfähige historische Zeitkapsel von etwas mehr als 200 m² mit eigener Notstrom- und Wasserversorgung. Seine Kommandocentrale beherbergte die Leitung des zivilen Katastrophenschutzes der Kommune Kerteminde.

Geschmack, Tradition und weitere Entdeckungen

Die regionale Seite Kertemindes zeigt sich auch beim Cherry Festival, das jedes Jahr stattfindet und in der langjährigen Kirschanbautradition im Nordosten von Fünen verwurzelt ist. Bei Røgeri Hindsholm gibt es einen Laden mit eigenen Räucherwaren und Gourmetspezialitäten, insbesondere aus Italien und Korsika. Die kleine, ungezwungene Trattoria liegt im Freien, hat sechs Tische und serviert Gerichte aus eigenen Produkten mit saisonalem Gemüse und Kräutern aus dem zugehörigen Garten.

Als Kontrast zur belebten Hafenstadt steht Romsø: Die Insel ist unbewohnt und besitzt schöne Natur sowie eine vielfältige Tierwelt. Für die weitere Unterkunfts- und Ortsauswahl können Sie die direkten Seiten zu Dalby Dalby, Kerteminde Kerteminde, Kertinge Kertinge, Martofte Martofte, Midskov Midskov, Munkebo Munkebo, Mesinge Mesinge, Tårup Tårup, Marslev Marslev und Langeskov Langeskov aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Fünen.

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