Foldingbro – Grenzgeschichte und Kongeåen

Foldingbro zwischen Kongeåen und Grenzgeschichte

Foldingbro verbindet eine markante Flusslandschaft mit einer ungewöhnlich dicht belegten Grenzgeschichte. Von 1864 bis 1920 war der Ort einer der meistfrequentierten Grenzübergänge zwischen Dänemark und Preußen (Deutschland). Die frühere Grenze prägte den Alltag sichtbar: In Foldingbro lagen zwei Gasthäuser nur 250 Meter voneinander entfernt, während auf beiden Seiten der Kongeå jeweils ein Zoll- und ein Polizeikorps die Stadt prägte.

Diese Vergangenheit lässt sich auf einem grenzhistorischen Spaziergang erkunden. Eine Karte führt zu 11 geografisch verorteten Informationspunkten. Jeder Punkt enthält Vorher-und-Nachher-Bilder sowie historische Texte über das jeweilige Haus oder den jeweiligen Ort. Zusätzlich erschließt ein Smartphone-Spaziergang die verborgene Grenzgeschichte von Foldingbro. So entsteht kein abstrakter Rückblick, sondern eine Route, auf der historische Veränderungen direkt mit konkreten Orten verbunden sind.

Ein weiterer markanter Bezug zur Geschichte ist Foldingbros Genforeningssten. Der Stein wurde am 12. Mai 1937 enthüllt. Der Hügel mit dem Stein bietet Aussicht über die Kongeåen und das breite, relativ flache Tal der Kongeå. Wer Kulturgeschichte und Landschaft miteinander verbinden möchte, findet hier einen einzelnen Aussichtspunkt mit einem klaren historischen Bezug.

Kanu, Wanderweg und geschützte Flusslandschaft

Die Kongeåen bestimmt auch die aktiven Erlebnisse rund um Foldingbro. Der Abschnitt der Kanu-Route Foldingbro–Nielsby ist 4,8 km lang. In Foldingbro gibt es an dieser Route eine Ausstiegsstelle und Toiletten. Damit ist der Ort ein konkreter Orientierungspunkt innerhalb dieses Kanuabschnitts, ohne dass daraus eine Aussage über weitere Streckenabschnitte abgeleitet werden muss.

Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann den Kongeåstien nutzen. Der markierte Wanderweg verläuft entlang des früheren Grenzflusses Kongeåen. Auf der Etappe Villebøl–Foldingbro folgt die Route der Kongeå zunächst durch die niedrige Aue und später entlang der Talhänge sowie der trockenen Offenflächen. Das Kongeåtal entlang dieser Etappe steht seit 1980 unter Schutz. Der Schutz bewahrt unter anderem den natürlichen, nicht regulierten Lauf der Kongeå. Auf den trockenen Offenflächen kann man kornet stenbræk entdecken.

Auch Angler finden in Foldingbro einen konkreten Zugang zum Wasser. Der Put-&-Take-See von Foldingbro Camping eignet sich zum Spinn-, Fliegen- und Friedfischangeln. Angelberechtigungen können gekauft werden, ohne auf dem Campingplatz zu übernachten. Foldingbro gilt außerdem als guter Ausgangspunkt für das Angeln in der Kongeåen.

Gasthaus, Eis und lokale Besonderheiten

Zur örtlichen Geschichte gehört auch ein Gasthaus, das es in Foldingbro seit 1758 gibt und das heute als Kongeåkroen bekannt ist. Das Hauptgebäude stammt aus dem Jahr 1910. Eine weitere lokale Besonderheit ist Kongeå Is: In der eigenen Mikro-Molkerei neben dem Eishaus in Foldingbro wird Speiseeis vollständig aus Milch von Kisbæk hergestellt.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vejen Kommune.

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