Kettingskov entdecken
Kettingskov verbindet steinzeitliche Grabanlagen, den artenreichen Wald Blommeskobbel und das Lillebælt. Besonders eindrucksvoll ist die Dichte an Zeugnissen, die hier von einer mehrere tausend Jahre alten Vergangenheit erzählen. Zugleich führen Natur- und Radwege durch die Landschaft, während an der Küste Bademöglichkeiten bestehen. Damit bietet der Ort unterschiedliche Themen für eine Reiseplanung: vorgeschichtliche Kultur, Waldnatur, Bewegung und Zeit am Wasser.
Steinzeitliche Denkmäler zwischen Feld und Waldrand
Der Langhøj liegt zwischen einem Feld und dem Waldrand von Blomeskobbel. Er stammt aus der Steinzeit und wird auf etwa 3950 bis 2801 v. Chr. datiert. An der Langhøjen erläutert ein Informationsschild die örtliche Sage sowie Methoden der Steinsprengung. Von dort können Sie etwa 250 m in Richtung Küste weitergehen und die größte Ansammlung von Grabhügeln im Norden erreichen.
Die Grabhügel in Kettingskov reichen als Zeugnisse bis vor etwa 5.000 bis 6.000 Jahre zurück. Die Grabhügelgruppe umfasst zwei Langdysser und drei Runddysser, also langgestreckte beziehungsweise runde steinzeitliche Grabanlagen. Der größte Langdysse in Kettingskov ist 53 m lang, 12 m breit und 1,5 m hoch; ihn umgeben 34 Randsteine. Der Deckstein der größten Grabkammer der Denkmalgruppe misst 4 m in der Länge, 2,5 m in der Breite und 1,25 m in der Höhe.
Auf der nördlichen Seite des Waldes von Kettingskov liegen sieben Grabanlagen zusammen. Im Wald von Blommeskobbel gibt es außerdem fünf Rund- und Langdysser, von denen mehrere dicht beieinander liegen. Die Anlagen von Kettingskov wurden 1936 unter der Leitung des Restaurators J. Rabler vom Nationalmuseet restauriert. Bei einem lokalen Projekt wurden an einem der Langhügel Bäume und Gestrüpp entfernt; dabei kam neben dem Hügel ein Haufen gespaltenen Steine zum Vorschein.
Blommeskobbel: Wald, Schutzgebiete und alte Spuren
Blommeskobbel ist ein artenreicher Laubwald, der überwiegend aus Buchen besteht, aber auch Bestände von Eichen und Eschen umfasst. Nach der regionalen Planung liegt der Wald in einem Naturgebiet und in einem Gebiet von besonderem landschaftlichem Wert. In Blommeskobbel kommen mehrere Orchideenarten und dänischer Ingwer vor. Dort befindet sich auch Thorshavnsbæk, ein nach § 3 geschütztes Fließgewässer.
Unmittelbar westlich von Blommesgård wurde in einem kleinen Waldstück ein Turm errichtet. Am Standort sind schwache Reste der Wallgräben und ein geschütztes Gebiet von knapp 100 m² erhalten. Rytterkulen liegt nahe der Küste auf einer erhöhten Landspitze. Diese einzelnen Zeugnisse ergänzen die Grabhügel um weitere historische Spuren in der Landschaft.
Naturwege, Fahrradrouten und Lillebælt
Ein markierter Naturweg von Fynshav führt durch Blommeskobbel; außerdem verläuft der Naturweg Alsstien durch das Gebiet von Kettingskov. Ein Radweg verbindet Kettingskov mit Fynshav. Die Østersøcykelrute Nr. 8 führt am Stein- und Langdysseprojekt von Kettingskov entlang und wird von Einheimischen und Touristen genutzt.
An der Stendysseskulptur ved Kettingskov sehen Sie ein Modell eines Grabhügels aus Blomeskobbel mit einem etwa 6 Tonnen schweren Deckstein. Ein Informationsschild erklärt dort die vorgeschichtliche Geschichte der Insel Als und des Gebiets bei Kettingskov. Die Tisch- und Bankgruppe an der Skulptur lädt während einer Fahrradtour zu einer kurzen Pause ein. Das Gebiet von Kettingskov reicht bis zum Lillebælt, wo Bademöglichkeiten bestehen.
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