Ribe entdecken: Mittelalter, Wikingerzeit und Wattenmeer

Ribe: mittelalterliche Stadtgeschichte und Wattenmeer

Ribe ist ein Ziel für Reisende, die kulturhistorische Eindrücke mit einer besonderen Landschaft verbinden möchten. Die Stadt besitzt ein außergewöhnlich geschlossenes Ensemble aus Fachwerkstadtbild und mittelalterlichen Kirchen. Zugleich liegt Ribe mitten im Nationalpark Wattenmeer. So treffen in der Stadtgeschichte und im Landschaftsraum zwei deutlich unterschiedliche Seiten eines Aufenthalts aufeinander. Das Ribe VikingeCenter ist ein 12 ha großes Erlebniszentrum mit auf archäologischer Forschung basierenden Rekonstruktionen. Seine Rekonstruktionen eröffnen einen anschaulichen Zugang zu einer Vergangenheit, die in Museen und historischen Bauwerken aus unterschiedlichen Perspektiven sichtbar wird.

Museen und historische Einblicke

Das Ribe Kunstmuseum zeigt eine einzigartige Sammlung dänischer Kunst aus der Zeit von 1750 bis 1940. Einen anderen Zugang bietet das Museet Ribes Vikinger, das die Wikingerzeit und das mittelalterliche Ribe anschaulich vermittelt. Für Kinder bietet das Museet Ribes Vikinger außerdem die Aktivitätsausstellung „Dagmar og Valdemar“. Damit lässt sich der Museumsbesuch um ein ausdrücklich auf Kinder ausgerichtetes Angebot ergänzen. In Kannikegården sind die Überreste des ältesten Ziegelbauwerks Dänemarks aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts zu sehen. Die Ruine ist der Rest des Refektoriums der ursprünglichen Domherrenanlage. Der Ort macht damit nicht nur ein hohes Baualter sichtbar, sondern auch die konkrete Funktion eines erhaltenen Teils der früheren Anlage. Die Ausstellung „De første kristne“ vermittelt die Geschichte von Ribes frühester Kirche und des zugehörigen Friedhofs mit elektronischen Bildschirmen und Installationen am Grabungsort. Dieser Schwerpunkt unterscheidet sich von den Kunst- und Wikingerangeboten: Im Mittelpunkt stehen hier die früheste Kirche, der Friedhof und die Vermittlung direkt am Grabungsort. Ein markanter Aussichtspunkt ist der „Borgertårnet“ der Ribe Domkirke. Der Turm stammt aus dem 14. Jahrhundert und bietet weite Ausblicke über die Marschlandschaft. Der Blick ergänzt die Besichtigung von Fachwerk, Kirchen und historischen Ausstellungen um eine Landschaftsperspektive.

Radroute, Deichweg und Nachtwächter

Für eine Radtour steht die Panorama-Radroute von Ribe über Kammerslusen zum Vadehavscentret zur Verfügung. Sie ist 28 km lang und verbindet Ribe mit zwei klar benannten Stationen der Route. In der Umgebung verläuft außerdem ein Wanderweg entlang des Deichs über die gesamte Strecke vom Dorf Vester Vedsted bis nach Esbjerg. Beide Angebote geben der Reiseplanung einen unterschiedlichen Schwerpunkt: Die eine Strecke ist als Panorama-Radroute beschrieben, die andere als Weg entlang des Deichs. Eine weitere besondere Form, die alten Straßen kennenzulernen, bietet der Nachtwächter von Ribe. Er unternimmt im Sommerhalbjahr vom 1. Mai bis einschließlich des letzten Sonnabends der Herbstferien einen traditionellen Rundgang durch die alten Straßen der Stadt. Der Zeitraum ist damit klar eingegrenzt und gehört nicht zu einem ganzjährigen Angebot.
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