Toftum: Denkmalhof, Dünenwege und offene Landschaft
Toftum verbindet ein offenes Siedlungsbild mit eindrucksvoller Kulturgeschichte und einer Landschaft, in der alte Wege, Wiesen und Dünen eng miteinander verbunden sind. Verstreut liegende Höfe und Häuser prägen den Ort. Im Süden schließt sich daran eine sehr schöne, unbebaute, heideartige Fläche an. Wer eine Unterkunft in Toftum sucht, findet damit einen Ort, dessen Reiz sich besonders aus dem Wechsel zwischen historischen Entdeckungen und weit wirkenden Landschaftsräumen ergibt.
Kommandørgården: ein denkmalgeschütztes Anwesen
Zu den markantesten Sehenswürdigkeiten gehört Nationalmuseets Kommandørgård, ein denkmalgeschütztes Anwesen in Toftum. Die Anlage ist von nordfriesischer Bauweise geprägt. Im Wohnhaus fallen reich bemalte Paneele, geschnitztes Holzwerk sowie Fliesen aus Holland-Friesland ins Auge. Die Ausstattung macht das Gebäude nicht nur von außen interessant: Sie zeigt auch, wie stark regionale Bauformen und kunstvolle Innenausstattung miteinander verbunden sein können.
In der Kommandørgården ist außerdem das Skelett eines 15 Meter langen Pottwals ausgestellt. Dieser ungewöhnliche Ausstellungsgegenstand setzt einen deutlichen Kontrast zur historischen Architektur und gibt dem Besuch einen weiteren thematischen Schwerpunkt. Das Museum Kommandørgården ist vom 1. Mai bis Ende September dienstags bis sonntags geöffnet.
Einblicke in die Geschichte des Ortes
Nur 150 m von der Kommandørgården entfernt liegt die Toftum Schule. Das denkmalgeschützte Gebäude war von 1784 bis 1874 in Gebrauch. Erbaut wurde die Schule 1784 mit eigenen Mitteln der Familien.
Wiesen, Dige und alte Wege durch die Dünen
Auch außerhalb der Gebäude bleibt Toftum geschichtlich lesbar. Im Landschaftsraum Juvre und Toftum erstrecken sich Wiesen ostwärts bis zum Juvre Dige. Entlang der gesamten Westseite Rømøs bewahren die als „Strand“ bezeichneten Wiesenstreifen westlich der Juvre-Dünen einige sogenannte „dæld“. Dabei handelt es sich um Wasserlöcher für das Vieh. Der Begriff verweist auf eine frühere Nutzung der Landschaft und macht sichtbar, dass die offenen Flächen nicht nur natürliche Kulisse, sondern auch Teil der regionalen Weidegeschichte sind.
Von Toftum oder Juvre aus können Sie westwärts durch die Dünen auf alten Hohlwegen gehen, die früher zum Viehtrieb genutzt wurden. Die historische Funktion dieser Wege bleibt dabei ausdrücklich Teil ihrer Geschichte; sie sind keine neu angelegten Routen. Für einen gemeinsamen Ausflug verbindet sich hier die Bewegung durch die Dünen mit dem Verständnis dafür, wie Vieh früher durch den Landschaftsraum geführt wurde.
Ein kleiner kulinarischer Halt
Zur Kommandørgården gehört ein Café, das seine Backwaren selbst backt. Dieser kulinarische Aspekt ergänzt den Besuch des historischen Anwesens um eine konkrete regionale Alltagsszene. So bietet Toftum neben Baugeschichte, Landschaft und Ausstellungsstücken auch einen Ort, an dem sich der Aufenthalt auf angenehm einfache Weise unterbrechen lässt.
Für die weitere Orientierung können Sie neben Toftum auch Rømø Kirkeby, Bolilmark, Lakolk, Rømø, Kongsmark und Havneby ansehen.
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