Hellebæk entdecken: Moore, Wälder und Industriegeschichte

Hellebæk verbindet eine ungewöhnlich dichte Kulturlandschaft mit Wald, Mooren, Weideland und Wasserwegen. Wer hier eine Reise plant, kann Naturbeobachtung, Wander- und Fahrradrouten sowie die Geschichte der früheren Industriegesellschaft an einem Ort miteinander verbinden. Besonders prägend ist das etwa 1.000 Hektar große Gebiet aus Teglstrup Hegn, Hellebæk Skov und Hellebæk Kohave. Es umfasst Wald, 500 Jahre alte Eichen, Hochmoor, Weideland und Waldseen. Alle drei Landschaftsräume sind als Natura-2000-Habitatgebiet ausgewiesen und Teil des Nationalparks Kongernes Nordsjælland.

Wälder, Weideland und seltene Moore

Die Hellebæk Kohave umfasst etwa 280 Hektar mit Weideland, Naturwald, Mooren und Feuchtwiesen. In dem eingezäunten Gebiet grasen ganzjährig Rinder mit Kälbern; zahlreiche Tore machen es für alle frei zugänglich. Ein besonderer Landschaftsraum ist Skidendam. Das fünf Hektar große Hochmoor zählt zu den wenigen unberührten Hochmooren Dänemarks. Zwei Stege am Südende führen über die Laggenzone zur Hochmoorfläche, von der aus sich das Moor betrachten lässt.

Auch am Pernille Sø steht die Naturbeobachtung im Mittelpunkt. Von einem Vogelbeobachtungsturm aus können Sie Pflanzen, Vögel und Insekten beobachten. Die offenen Hügel rund um die inzwischen abgerissene Hellebæk Avlsgård sind der meistgenutzte Beobachtungsort für den Frühjahrszug. Dann können Greifvögel und Kraniche bei Hellebæk zu Tausenden vorbeiziehen. An den stärksten Herbstzugtagen können an einem einzigen Tag mehr als 3.000 Mäusebussarde über das Gebiet ziehen.

Routen für Wandern und Radfahren

Wander- und Laufstrecken lassen sich durch Teglstrup Hegn, Hellebæk Kohave und Hellebæk Skov miteinander verbinden. Der europäische Fernwanderweg E6 von Finnland nach Griechenland führt durch das Teglstrup Hegn. Für eine Radtour bietet sich die regionale Fahrradroute 47, der Nordkyststien, als klar beschriebene Verbindung an: Sie verläuft auf Waldwegen innerhalb von Hellebæk von Skåningedam bis Julebæk und führt anschließend entlang der Küste parallel zur Nordre Strandvej weiter. Im Teglstrup Hegn gibt es außerdem eine ausgeschilderte Mountainbike-Strecke.

Eine weitere Route im Naturnationalpark Hellebæk führt am von Wald umgebenen Bondedam entlang. Der See und seine Umgebung gehören zugleich zur Geschichte und zur Bildwelt des Ortes: Der dänische Maler des Goldenen Zeitalters P.C. Skovgaard malte den Bondedam und den umliegenden Wald mehrfach.

Wasser als Kraft der Industriegeschichte

In den Wäldern rund um Hellebæk erinnern Kanäle, Gräben, Bäche, Dämme und Schleusentore an 400 Jahre, in denen Wasser die Lebensader der Hellebæker Industriegesellschaft war. Die Hammermøllen wurde 1765 von Stephan Hansen erbaut und war Teil des großen Fabrikkomplexes Kronborg Geværfabrik, der aus acht von der Hellebækken angetriebenen Wassermühlen bestand. Heute wird die Hammermøllen für Ausstellungen und als Café genutzt; gelegentlich wird noch an der alten Esse geschmiedet.

Im Turbinehuset des Hellebæk-Wasserkraftwerks am Bondedammen dreht sich heute eine Francisturbine aus dem Jahr 1944. Sie vermittelt Besuchern einen Einblick in die historische umweltfreundliche Energieerzeugung. Ein anderes Zeugnis der Arbeitsgeschichte ist Anes Hus am Bøgeholm Sø. Das Haus gilt als eines der am besten erhaltenen Landarbeiterhäuser Dänemarks aus dem 18. und 19. Jahrhundert und war früher ein Arbeiterhaus unter der Kronborg Geværfabrik.

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